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Produktinfos


Hintergrundinformationen interessieren nicht jeden. Aber wer sich wirklich informieren möchte vor einer Anschaffung, soll hier die Gelegenheit haben. Leider ist der Raum in einem Katalog oder auch dem Onlineshop allzu begrenzt; so bieten wir Ihnen an dieser Stelle ausführliche Infos bislang zu den Themen :

MESSER
MOSKITOSCHUTZ

 

 

 

 

Messerinfo

Das Messer ist eines der ältesten Werkzeuge des Menschen. Vielleicht rührt daher die große Faszination, die es ausübt, und die es neben seinen eigentlichen Funktionen als Werkzeug und Waffe auch zum Schmuckstück, zum Statussymbol / Rangabzeichen und zum Sammelobjekt gemacht haben. Entsprechend den verschiedenen Einsatzbereichen der Messer gibt es auch sehr unterschiedliche Messertypen, jeweils mit Vor- und Nachteilen. Die folgende Info beschäftigt sich nur mit den Aspekten des Messers, die für Outdoorer von Interesse sind. Es kann umfangbedingt viele Punkte nur anreißen. Wer mehr wissen möchte, sei auf die Literatur im Anhang hingewiesen..

Feststehende Messer vs. Klappmesser

Bei einem feststehenden Messer mündet das Klingenende in den Griff und bildet mit diesem eine feste Einheit. Entsprechend stabil sind feststehende Messer, ihr Einsatzbereich reicht vom einfachen Schneiden über das Aufbrechen von Wild bzw. Filettieren von Fisch bis hin zum Haumesser vom Typ Machete oder Holz-spaltmesser, der genaue Einsatzbereich ergibt sich auch aus der Klingenform (siehe dort). Die Stabilität der feststehenden Messer resultiert aus der festen Verbindung Klinge / Heft.

Diese Verbindung kann auf verschiedene Arten gebildet werden: die stabilste Verbindung ergibt sich bei der "Integral"-Verarbeitung, d.h. Klinge und Griff des Messers werden aus einem Stück Stahl herausgearbeitet. Das ist recht kompliziert, teuer und schwer und daher selten. Sehr ähnlich, aber deutlich einfacher herzustellen ist die "Flacherl"-Verarbeitung, bei der sich das Griffmaterial ähnlich schmal wie die Klinge bis zum Griffende durchzieht, auf den Griff werden Griffschalen aufgenietet. (Erl =Verlängerung der Klinge im Heft). Bei guter Ausführung ausreichend stabil sind Messer mit "Runderl", bei denen sich der Stahl hinter der Klinge in eine Art Stange verjüngt, die bis zum Griffende führt und dort verschraubt oder gekropft ist. Hier ist der Übergang Klinge / Stange ein möglicher Bruchpunkt, bei einfachen Verarbeitungen kann sich eventuell auch das Heft vom Erl lockern. Nicht in unserem Programm finden Sie Messer mit "Kurzerl". Dieser ist nur ein Stück in das Messerheft hineingesteckt, manchmal zur Tarnung mit einer funktionslosen Zierschraube am Griffende versehen. Hier können sich Heft und Klinge leicht voneinander lösen. Feststehende Messer haben eine Klingenlänge von ca. 8 cm an aufwärts, 10 cm ist die optimale Länge für ein Gebrauchsmesser, ab einer Klingenlänge von 15 cm wird ein Messer für den Outdoorer zu unhandlich (Spezialfälle wie Macheten ausgenommen). Aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts werden feststehende Messer in einer Scheide aus Leder oder Kunststoff am Gürtel getragen.

Klapp- oder Taschenmesser haben für den Normal-Outdoorer mehrere Vorteile: Durch den Klappmechanismus sind sie nur halb so groß bei Nichtgebrauch und dadurch kompakt und einfach zu tragen; sie können unauffällig immer mitgeführt werden; die Schneide und die Spitze des Messers sind bei Nichtgebrauch im Griff untergebracht, der Benutzer ist vor versehentlicher Verletzung geschützt; es können in einem Klappmesser mehrere Klingen oder Werkzeuge untergebracht werden.

Die Nachteile der Klappmesser demgegenüber:
der Klappmechanismus ist sehr aufwendig, die Verbindung ist nicht so massiv-stabil wie eine feste. Ein Klappmesser ist daher wirklich ausschließlich ein Schneideinstrument (mögliche Zusatzwerkzeuge einmal außer Acht gelassen). Wenn es keine Klingensicherung hat, ist ein Klappmesser verletzungsgefährdend durch mögliches unabsichtliches Zuklappen während der Benutzung; ein Klappmesser hat keinen Handschutz. Vor Benutzung muß ein Klappmesser erst relativ umständlich geöffnet werden - Einhandmesser sind zwar leicht zu öffnen, dies erfordert aber Übung. Klappmesser sind schließlich auch aufwendiger zu reinigen.

Die Palette der Klappmesser reicht vom einfachen Messer mit einer Klinge bis hin zu den bekannten "Werkzeugkästen im Taschenformat" aus der Schweiz. Zu beachten ist: je mehr zusätzliche Teile an einem Klappmesser untergebracht sind, desto schwerer und unhandlicher wird es. Ab einer gewissen Größe werden auch Klappmesser zweckmäßiger im Etui am Gürtel als in der Hosentasche getragen..

Als ein Spezialfall der Klappmesser können die Multifunktions-Werkzeuge oder Tools angesehen werden, die in aller Regel auch wenigstens eine Messerklinge aufweisen. Das Hauptaugenmerk liegt bei diesen Tools aber auf den Werkzeugfunktionen, insbesondere der Zange.





Die Frage ob ein feststehendes Messer oder ein Klappmesser vorzuziehen ist muß jeder Anwender für seinen speziellen Einsatz selber beantworten. Besitzer von feststehenden Messern generell und von Klappmessern mit einer Klingenlänge von mehr als 8 cm sollten sich bei Auslands- und Flugreisen nach den speziellen gesetzlichen Bestimmungen im Zielland und bei den Fluggesellschaften erkundigen ! Vorsichtshalber sollten Sie keine Messer im Handgepäck transportieren .

Klingenform.

Grundsätzlich kann man mit einem Messer schneiden, stechen oder schlagen. Kein Messer ist für alle Anwendungen gleich gut geeignet - entsprechend gibt es Messer mit jeweils speziell besonders geeigneten Klingenformen. Unterscheiden läßt sich die Breite der Klinge, die Länge, eine gerade oder hochgebogene Klinge, eine glatte oder gesägte Schneidefläche und die Form der Spitze. Outdoor-Messer sollen für möglichst alle anfallenden Schneidearbeiten geeignet sein. Sie haben daher eine glatte, gerade Schneide von ca. 7 - 11 cm Länge, eine Klingenbreite, die auch das Schmieren von Butterbroten erlaubt, und eine leicht über der Klingenmitte liegende Spitze.(Drop-Point oder mäßige Bowie-Form). Für ein allround-Messer ist eine keilförmige Klinge mit einem Schnittwinkel von 300° ausreichend. Soll häufig sehr scharf und nicht tief geschnitten werden, kann ein Hohlschliff von Vorteil sein. Ein Messer, mit dem auch geschlagen wird (beispielsweise für Holzspäne beim Feuer-Machen oder als Machete) hat eine längere Klinge (ab etwa 15 cm). Diese ist auch dicker gearbeitet und besitzt eine breitere Klingenspitze und hat dadurch mehr Masse vor allem im vorderen Bereich. Ein Wellenschliff der Klinge verbessert die Schneideeigenschaften bei zähem Schneidgut (z.B. bei Tauen), verkompliziert aber das Nachschärfen..

Klingenstahl

Der Klingenstahl ist das Herz des Messers, seine Qualität bestimmt die Gebrauchs-Tüchtigkeit eines Messers entscheidend.
Stahl ist eine Eisenlegierung.
Das wichtigste Legierungselement ist Kohlenstoff ( C ), von ihm hängt die Härtbarkeit des Stahls ab. Sein Anteil darf 0,5% nicht unterschreiten, andererseits 2% nicht überschreiten, da sonst der Stahl zu spröde wird.
Mangan ( Mn ) macht den Stahl fester und besser schmiedbar. Chrom
( Cr ) erhöht ebenfalls die Festigkeit des Stahls, macht ihn durch die Bildung von Chromkarbiden abriebfester und es macht ihn korrosionsresistenter. Ab ca. 12% Cr-Anteil gilt ein Stahl als "stainless" oder "rostfrei", eine Quelle für Missverständnisse. Besser wäre eigentlich "rostbeständig", da ein Eisenwerkstoff nie absolut korrosionsfrei sein kann ! (s. auch: Pflege). Molybdän ( Mo ) steigert die Schneid- und Dauerbeständigkeit des Stahls, besonders in Verbindung mit Vanadium ( V ). Wolfram ( W ) schließlich steigert die Festigkeit, erhöht die Härte und Schnitthaltigkeit wesentlich.

In welchem Verhältnis die genannten Legierungselemente in einem Stahl enthalten sind, und wie demnach seine zu erwartenden Eigenschaften sind, können Sie der Bezeichnung des Stahls entnehmen. Je nach der Norm, der diese Bezeichnung folgt, sind die Anteile verschlüsselt und mehr oder weniger kompliziert angegeben. Umfangreiche Tabellen der verschiedenen Legierungs-Bezeichungen und der Aufschlüsselungen der Legierungsanteile finden technisch Interessierte in der Fachliteratur (s.u.).

Je nach Hersteller sind die Legierungen so gewählt, daß bestimmte Vorteile besonders betont werden. Manche Hersteller stellen nur die Eigenschaften in den Vordergrund und verschleiern die Legierungen, indem sie den Stahl z.B. 'Chirugenstahl' (Fa. Gerber) nennen - eine technisch nichtssagende Bezeichnung, die aber die ausgezeichneten Eigenschaften einer geheimen Stahllegierung beschreiben soll. Je härter ein Stahl ist, desto länger bleibt eine angeschliffene Schärfe erhalten (Schnitthaltigkeit) - andererseits wird der Stahl mit zunehmender Härte spröder und bruchanfälliger. Die Härte eines Stahls wird in Rockwell-Graden (HRC) angegeben. Für die Messung wird ein Diamantkegel mit einem definierten Druck auf das Material gesetzt und die Eindringtiefe bestimmt. Für Allround-Messer ist eine gewisse Materialelastizität wichtiger als sehr hohe Schnitthaltigkeit, ihr Stahl hat Rockwell-Härten von 54 - 56, bei speziellen Schneidemessern liegt die Härte bei 57 - 61 HRC.

Um gute Gebrauchsmesser mit beiden Eigenschaften zu bekommen, also Elastizität und Schnitthaltigkeit, gibt es aus Skandinavien "Dreilagenstahl"-Messer, bei denen in Sandwich-Bauweise eine Lage sehr harter und daher spröder Stahl (bis 64 HRC) zwischen zwei Lagen aus geschmeidigem, weicherem Stahl gearbeitet wurde.

Das Messerheft kann je nach Geschmack aus natürlichen Materialien wie Horn oder Holz oder aus z.B. Kraton bestehen. Wichtig: das Messer muß jederzeit gut in der Hand liegen. Fingermulden schränken eventuell die möglichen Handhaltungen ein. Bei Naturmaterialien muß auch der Griff gepflegt werden..

Messerpflege

Das Messer ist ein Gebrauchsgegenstand. Damit es optimal benutzt werden kann und lange hält, muß es gepflegt werden.

Dazu gehört vor allem, daß das Messer scharf gehalten wird ! Immer optimal scharfe Messer reduzieren auch das Unfallrisiko beim Umgang: wer den Umgang mit stumpfen Messern gewohnt ist, wendet beim Schneiden Kraft auf. Rutscht man dabei ab, oder gerät einmal unerwartet an ein scharfes Messer, ist das Messer schnell einmal da, wo es nicht hin sollte.

Nicht jedes Messer muß "rasiermesser-scharf" sein - abgestimmt auf das Schnittgut aber eben so, dass keine Kraft zum Schneiden notwenig ist. Je schärfer das Messer, desto filigraner die äußerste Kante der Schneide. Diese Kante wird beim Schneiden verbogen, kann aber durch "Abziehen" an Abziehstahl oder Lederriemen wieder gerichtet werden. Erst wenn die Kante dauerhaft beschädigt oder verloren ist, muß "geschärft" werden. Häufiges Abziehen erspart also materialraubendes Schärfen. Beim Schärfen wird an den Seiten der Schneide Material solange weggenommen, bis der Schneidewinkel wieder hergestellt ist.

Geschärft werden Messerklingen am besten auf einem flachen Schleifstein. Die Klinge muß beim Schärfen stets den gleichen Winkel zum Schärfstein beibehalten: zwischen 100 für eine sehr scharfe aber empfindliche Schneide und 200 für eine hinreichend scharfe, unempfindlichere Schneide. Schärfmittel, die mit z.B. Keramikstäben arbeiten, sind für eine Auffrischung der Schneide ausreichend, für eine wirkliche Schärfung nehmen sie zuwenig Material ab.
Halten Sie Ihr Messer immer sauber, reinigen Sie es nach Gebrauch sorgfältig und ölen Sie es leicht mit einem nichtharzenden Öl ein (z.B. Ballistol). Klappmesser - Verriegelungen spülen Sie sorgfältig mit sehr heißem Wasser aus, grobe Verschmutzungen und Flusen können Sie mit Zahnstochern entfernen, ölen Sie beim Klappmesser nach dem Trocknen die Federn leicht ein. Besonders Fruchtsäuren und Salzwasser sind sehr aggressiv, spülen Sie Ihr Messer nach Kontakt bitte mit Süßwasser. Denken Sie daran: auch nach DIN-Norm "rostfreier" Stahl ist nicht 100% korrosionsbeständig !

Noch ein paar Tips aus der Praxis:
- sichern Sie Ihr Messer gegen Verlust mit einer Messerkette oder einer Schnur, ausreichend lang, um es nutzen zu können.
- wenn Sie häufig sowohl grobe Arbeiten wie auch feine Arbeiten mit dem Messer machen wollen: tun Sie es den Samen oder Trappern nach, und nehmen Sie zwei spezielle Messer mit !

Literatur: Rausch, Wolfgang: Das Messer - Waffe und Werkzeug. Stuttgart: Motorbuch Verlag 1995
Text: Armin Weber, Sack & Pack Krefeld



Moskitoschutz

Grundlegendes:

Stechende Insekten sind lästig und können unter Umständen auch eine Reihe von zum Teil gefährlichen Infektionskrankheiten übertragen.Am bekanntesten sind:
• Malaria (in beinahe allen (sub)tropischen Reisezielen)
• Gelbfieber (in großen Teilen der afrikanischen Tropen und    Südamerika)
• Denguefieber (Lateinamerika, Südostasien, afrikanische Tropen)

Kein Insektenabwehrmittel bietet einen 100%igen Schutz.

Die wichtigsten Regeln zur Vermeidung von Insektenstichen:

1. Tragen Sie eng gewebte Kleidung in hellen Farben (langärmliges Hemd, lange Hose,z.B. aus G 1000 oder moskitodichte Microfaser, Socken, geschlossene Schuhe).
2. Reiben Sie unbedeckte Hautpartien mit einem den Umständen angepassten Insektenabwehrmittel ein. Die Malariamücke ist nur abends und nachts aktiv, die Denguemücke vor allem tagsüber. Schützen Sie sich daher rund um die Uhr!
3. Schlafen Sie unter einem qualitativ hochwertigen Moskitonetz, das regelmässig auf evtl. Löcher kontrolliert wird. (Immer etwas Tape zum flicken mitnehmen!)

Bei Reisen in die Tropen bzw. Malaria-Gebiete geht kein Weg am Tropenarzt vorbei.

Insektenabwehrmittel:

Das Ziel von insektenabwehrenden Mitteln liegt darin, die menschliche Haut für Insekten unattraktiv zu machen. Dies geschieht durch das Auftragen eines speziellen Geruchs, der für das Insekt sehr unangenehm ist, vom Menschen aber kaum wahrgenommen wird (Ätherische Öle, oder auch "Chemie-Keulen" wie DEET).
Sämtliche Insektenabwehrmittel sollten sparsam, aber flächendeckend auf den unbedeckten Hautpartien dosiert werden. Es geht nur darum, den Duft zu verteilen und nicht die Haut einzuölen, wie bei einem Sonnenschutzmittel.
Die Wirkungskraft und Dauer hängen von der Zusammensetzung und vom Wirkstoffgehalt des Mittels ab. Bei verschiedenen Personen bietet ein identisches Mittel nicht unbedingt die gleiche Wirkung, dies hängt mit dem individuellen Körpergeruch unterschiedlicher Menschen zusammen.


Wirkstoffe:

Duftstoffe, ätherische Öle:
Natürliche Duftstoffe und ätherische Öle haben den Vorteil, das sie überwiegend hautverträglich sind und daher am ehesten für Kinder und Menschen mit empfindlicher Haut geeignet. (Bekannte Hautunverträglichkeiten gegen ätherische Öle sind dennoch zu beachten.) Keines dieser Mittel erreicht jedoch eine mit DEET auch nur annähernd vergleichbare Wirksamkeit und muss daher öfter sowie in höheren Dosierungen aufgetragen werden.

EBAAP (Ethyl – Butyl – Acetylaminoproprionat):
Obwohl dieser Wirkstoff seit langem bekannt ist, ist er leider schlecht dokumentiert. Unerwünschte Wirkungen sind selten. EBAAP ist geringer wirksam als DEET oder Bayrepel. EBAAP – haltige Mittel sind für die Tropen nur bedingt geeignet.

Bayrepel (Hydroxyethyl Isobutyl Piperidin Carboxylat):
Entwicklung der Bayer AG, seit 1998 auf dem Markt. Besitzt ein gutes toxikologisches Profil. Relevante unerwünschte Wirkungen sind bisher keine bekannt, dennoch sollte es nicht bei Kindern unter zwei Jahren angewendet werden. Die Wirksamkeit ist ähnlich der von DEET. Berichte von Tropenreisenden zeigen, das es sehr zuverlässig wirkt.

DEET (N,N-Diethyl-3-Methylbenzamin):
Seit 1957 im Handel und seitdem der wirksamste bekannte Stoff. Trotz intensiver Forschungen Weltweit, sowie vergleich mit über 20.000 Substanzen, konnte noch kein wirksamerer Stoff entwickelt oder gefunden werden. Bei korrekter Anwendung weist DEET ein ausgezeichnetes toxikologisches Profil auf, dennoch ist es verglichen mit ätherischen Ölen eine reine "Chemie-Keule" und sollte daher nicht in der Schwangerschaft, Stillzeit oder bei Kleinkindern angewendet werden. DEET hat darüber hinaus den Nachteil, das es bestimmte Kunststoffe angreift (z.B. Kunstfasertextilien, Brillen oder Armbänder von Uhren). DEET wird daher in der hohen 50%-igen Konzentration nur noch für Reisen in tropische Gebiete empfohlen, bei denen das Infektionsrisiko durch Malaria den Einsatz dieses hochwirksamen Mittels auch weiterhin eindeutig rechtfertigt.

Insektizide (Pyretroide):
Pyretroide sind sehr gut und schnell wirksame Insektizide. Sie eignen sich nicht für Sprays oder Cremes, sondern finden ihren Einsatz in Imprägniermitteln für Netze elektrischen Verdampfern oder den sog. "Moskitospiralen". Ihre Wirkweise ist neurotoxisch als Kontaktinsektizid, welches jedoch für den Menschen, abgesehen von Reizungen der Haut und Schleimhäute relativ ungefährlich ist. Allerdings wirken sie nicht nur bei Insekten sondern auch bei Säugetieren neurotoxisch. Die inhalative Toxidität von Pyretroiden ist sehr gering, wodurch sie sich für "Moskitospiralen" und elektrische Verdampfer gut eignen.

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