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Sa: 10-18 Uhr
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Produktinfos
Hintergrundinformationen interessieren nicht jeden. Aber wer sich
wirklich informieren möchte vor einer Anschaffung, soll hier die
Gelegenheit haben. Leider ist der Raum in einem Katalog oder auch
dem Onlineshop allzu begrenzt; so bieten wir Ihnen an dieser Stelle
ausführliche Infos bislang zu den Themen :
MESSER
MOSKITOSCHUTZ
Messerinfo
Das Messer ist eines der ältesten Werkzeuge des Menschen.
Vielleicht rührt daher die große Faszination, die es ausübt, und
die es neben seinen eigentlichen Funktionen als Werkzeug und Waffe
auch zum Schmuckstück, zum Statussymbol / Rangabzeichen und zum
Sammelobjekt gemacht haben. Entsprechend den verschiedenen Einsatzbereichen
der Messer gibt es auch sehr unterschiedliche Messertypen, jeweils
mit Vor- und Nachteilen. Die folgende Info beschäftigt sich nur
mit den Aspekten des Messers, die für Outdoorer von Interesse sind.
Es kann umfangbedingt viele Punkte nur anreißen. Wer mehr wissen
möchte, sei auf die Literatur im Anhang hingewiesen..
Feststehende Messer vs. Klappmesser
Bei einem feststehenden Messer mündet das Klingenende
in den Griff und bildet mit diesem eine feste Einheit. Entsprechend
stabil sind feststehende Messer, ihr Einsatzbereich reicht vom einfachen
Schneiden über das Aufbrechen von Wild bzw. Filettieren von Fisch
bis hin zum Haumesser vom Typ Machete oder Holz-spaltmesser, der
genaue Einsatzbereich ergibt sich auch aus der Klingenform (siehe
dort). Die Stabilität der feststehenden Messer resultiert aus der
festen Verbindung Klinge / Heft.
Diese Verbindung kann auf verschiedene Arten gebildet
werden: die stabilste Verbindung ergibt sich bei der "Integral"-Verarbeitung,
d.h. Klinge und Griff des Messers werden aus einem Stück Stahl herausgearbeitet.
Das ist recht kompliziert, teuer und schwer und daher selten. Sehr
ähnlich, aber deutlich einfacher herzustellen ist die "Flacherl"-Verarbeitung,
bei der sich das Griffmaterial ähnlich schmal wie die Klinge bis
zum Griffende durchzieht, auf den Griff werden Griffschalen aufgenietet.
(Erl =Verlängerung der Klinge im Heft). Bei guter Ausführung ausreichend
stabil sind Messer mit "Runderl", bei denen sich der Stahl
hinter der Klinge in eine Art Stange verjüngt, die bis zum Griffende
führt und dort verschraubt oder gekropft ist. Hier ist der Übergang
Klinge / Stange ein möglicher Bruchpunkt, bei einfachen Verarbeitungen
kann sich eventuell auch das Heft vom Erl lockern. Nicht in unserem
Programm finden Sie Messer mit "Kurzerl". Dieser ist nur
ein Stück in das Messerheft hineingesteckt, manchmal zur Tarnung
mit einer funktionslosen Zierschraube am Griffende versehen. Hier
können sich Heft und Klinge leicht voneinander lösen. Feststehende
Messer haben eine Klingenlänge von ca. 8 cm an aufwärts, 10 cm ist
die optimale Länge für ein Gebrauchsmesser, ab einer Klingenlänge
von 15 cm wird ein Messer für den Outdoorer zu unhandlich (Spezialfälle
wie Macheten ausgenommen). Aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts
werden feststehende Messer in einer Scheide aus Leder oder Kunststoff
am Gürtel getragen.
Klapp- oder Taschenmesser haben für den
Normal-Outdoorer mehrere Vorteile: Durch den Klappmechanismus
sind sie nur halb so groß bei Nichtgebrauch und dadurch kompakt
und einfach zu tragen; sie können unauffällig immer mitgeführt
werden; die Schneide und die Spitze des Messers sind bei Nichtgebrauch
im Griff untergebracht, der Benutzer ist vor versehentlicher Verletzung
geschützt; es können in einem Klappmesser mehrere Klingen
oder Werkzeuge untergebracht werden.
Die Nachteile der Klappmesser demgegenüber:
der Klappmechanismus ist sehr aufwendig, die Verbindung ist nicht
so massiv-stabil wie eine feste. Ein Klappmesser ist daher wirklich
ausschließlich ein Schneideinstrument (mögliche Zusatzwerkzeuge
einmal außer Acht gelassen). Wenn es keine Klingensicherung
hat, ist ein Klappmesser verletzungsgefährdend durch mögliches
unabsichtliches Zuklappen während der Benutzung; ein Klappmesser
hat keinen Handschutz. Vor Benutzung muß ein Klappmesser erst
relativ umständlich geöffnet werden - Einhandmesser sind
zwar leicht zu öffnen, dies erfordert aber Übung. Klappmesser
sind schließlich auch aufwendiger zu reinigen.
Die Palette der Klappmesser reicht vom einfachen Messer mit einer
Klinge bis hin zu den bekannten "Werkzeugkästen im Taschenformat"
aus der Schweiz. Zu beachten ist: je mehr zusätzliche Teile
an einem Klappmesser untergebracht sind, desto schwerer und unhandlicher
wird es. Ab einer gewissen Größe werden auch Klappmesser
zweckmäßiger im Etui am Gürtel als in der Hosentasche
getragen..
Als ein Spezialfall der Klappmesser können die Multifunktions-Werkzeuge
oder Tools angesehen werden, die in aller Regel auch wenigstens
eine Messerklinge aufweisen. Das Hauptaugenmerk liegt bei diesen
Tools aber auf den Werkzeugfunktionen, insbesondere der Zange.

Die Frage ob ein feststehendes Messer oder ein Klappmesser vorzuziehen
ist muß jeder Anwender für seinen speziellen Einsatz
selber beantworten. Besitzer von feststehenden Messern generell
und von Klappmessern mit einer Klingenlänge von mehr als 8
cm sollten sich bei Auslands- und Flugreisen nach den speziellen
gesetzlichen Bestimmungen im Zielland und bei den Fluggesellschaften
erkundigen ! Vorsichtshalber sollten Sie keine Messer im Handgepäck
transportieren .
Klingenform.
Grundsätzlich kann man mit einem Messer schneiden,
stechen oder schlagen. Kein Messer ist für alle Anwendungen gleich
gut geeignet - entsprechend gibt es Messer mit jeweils speziell
besonders geeigneten Klingenformen. Unterscheiden läßt sich die
Breite der Klinge, die Länge, eine gerade oder hochgebogene Klinge,
eine glatte oder gesägte Schneidefläche und die Form der Spitze.
Outdoor-Messer sollen für möglichst alle anfallenden Schneidearbeiten
geeignet sein. Sie haben daher eine glatte, gerade Schneide von
ca. 7 - 11 cm Länge, eine Klingenbreite, die auch das Schmieren
von Butterbroten erlaubt, und eine leicht über der Klingenmitte
liegende Spitze.(Drop-Point oder mäßige Bowie-Form). Für ein allround-Messer
ist eine keilförmige Klinge mit einem Schnittwinkel von 300° ausreichend.
Soll häufig sehr scharf und nicht tief geschnitten werden, kann
ein Hohlschliff von Vorteil sein. Ein Messer, mit dem auch geschlagen
wird (beispielsweise für Holzspäne beim Feuer-Machen oder als Machete)
hat eine längere Klinge (ab etwa 15 cm). Diese ist auch dicker gearbeitet
und besitzt eine breitere Klingenspitze und hat dadurch mehr Masse
vor allem im vorderen Bereich. Ein Wellenschliff der Klinge verbessert
die Schneideeigenschaften bei zähem Schneidgut (z.B. bei Tauen),
verkompliziert aber das Nachschärfen..
Klingenstahl
Der Klingenstahl ist das Herz des Messers, seine Qualität bestimmt
die Gebrauchs-Tüchtigkeit eines Messers entscheidend.
Stahl ist eine Eisenlegierung.
Das wichtigste Legierungselement ist Kohlenstoff ( C ), von ihm
hängt die Härtbarkeit des Stahls ab. Sein Anteil darf 0,5% nicht
unterschreiten, andererseits 2% nicht überschreiten, da sonst der
Stahl zu spröde wird.
Mangan ( Mn ) macht den Stahl fester und besser schmiedbar. Chrom
( Cr ) erhöht ebenfalls die Festigkeit des Stahls, macht ihn durch
die Bildung von Chromkarbiden abriebfester und es macht ihn korrosionsresistenter.
Ab ca. 12% Cr-Anteil gilt ein Stahl als "stainless" oder "rostfrei",
eine Quelle für Missverständnisse. Besser wäre eigentlich "rostbeständig",
da ein Eisenwerkstoff nie absolut korrosionsfrei sein kann ! (s.
auch: Pflege). Molybdän ( Mo ) steigert die Schneid- und Dauerbeständigkeit
des Stahls, besonders in Verbindung mit Vanadium ( V ). Wolfram
( W ) schließlich steigert die Festigkeit, erhöht die Härte und
Schnitthaltigkeit wesentlich.
In welchem Verhältnis die genannten Legierungselemente in einem
Stahl enthalten sind, und wie demnach seine zu erwartenden Eigenschaften
sind, können Sie der Bezeichnung des Stahls entnehmen. Je nach der
Norm, der diese Bezeichnung folgt, sind die Anteile verschlüsselt
und mehr oder weniger kompliziert angegeben. Umfangreiche Tabellen
der verschiedenen Legierungs-Bezeichungen und der Aufschlüsselungen
der Legierungsanteile finden technisch Interessierte in der Fachliteratur
(s.u.).
Je nach Hersteller sind die Legierungen so gewählt, daß bestimmte
Vorteile besonders betont werden. Manche Hersteller stellen nur
die Eigenschaften in den Vordergrund und verschleiern die Legierungen,
indem sie den Stahl z.B. 'Chirugenstahl' (Fa. Gerber) nennen - eine
technisch nichtssagende Bezeichnung, die aber die ausgezeichneten
Eigenschaften einer geheimen Stahllegierung beschreiben soll. Je
härter ein Stahl ist, desto länger bleibt eine angeschliffene Schärfe
erhalten (Schnitthaltigkeit) - andererseits wird der Stahl mit zunehmender
Härte spröder und bruchanfälliger. Die Härte eines Stahls wird in
Rockwell-Graden (HRC) angegeben. Für die Messung wird ein Diamantkegel
mit einem definierten Druck auf das Material gesetzt und die Eindringtiefe
bestimmt. Für Allround-Messer ist eine gewisse Materialelastizität
wichtiger als sehr hohe Schnitthaltigkeit, ihr Stahl hat Rockwell-Härten
von 54 - 56, bei speziellen Schneidemessern liegt die Härte bei
57 - 61 HRC.
Um gute Gebrauchsmesser mit beiden Eigenschaften zu bekommen, also
Elastizität und Schnitthaltigkeit, gibt es aus Skandinavien "Dreilagenstahl"-Messer,
bei denen in Sandwich-Bauweise eine Lage sehr harter und daher spröder
Stahl (bis 64 HRC) zwischen zwei Lagen aus geschmeidigem, weicherem
Stahl gearbeitet wurde.
Das Messerheft kann je nach Geschmack aus natürlichen
Materialien wie Horn oder Holz oder aus z.B. Kraton bestehen. Wichtig:
das Messer muß jederzeit gut in der Hand liegen. Fingermulden schränken
eventuell die möglichen Handhaltungen ein. Bei Naturmaterialien
muß auch der Griff gepflegt werden..
Messerpflege
Das Messer ist ein Gebrauchsgegenstand. Damit es optimal benutzt
werden kann und lange hält, muß es gepflegt werden.
Dazu gehört vor allem, daß das Messer scharf gehalten wird ! Immer
optimal scharfe Messer reduzieren auch das Unfallrisiko beim Umgang:
wer den Umgang mit stumpfen Messern gewohnt ist, wendet beim Schneiden
Kraft auf. Rutscht man dabei ab, oder gerät einmal unerwartet an
ein scharfes Messer, ist das Messer schnell einmal da, wo es nicht
hin sollte.
Nicht jedes Messer muß "rasiermesser-scharf" sein - abgestimmt auf
das Schnittgut aber eben so, dass keine Kraft zum Schneiden notwenig
ist. Je schärfer das Messer, desto filigraner die äußerste Kante
der Schneide. Diese Kante wird beim Schneiden verbogen, kann aber
durch "Abziehen" an Abziehstahl oder Lederriemen wieder gerichtet
werden. Erst wenn die Kante dauerhaft beschädigt oder verloren ist,
muß "geschärft" werden. Häufiges Abziehen erspart also materialraubendes
Schärfen. Beim Schärfen wird an den Seiten der Schneide Material
solange weggenommen, bis der Schneidewinkel wieder hergestellt ist.
Geschärft werden Messerklingen am besten auf einem flachen Schleifstein.
Die Klinge muß beim Schärfen stets den gleichen Winkel zum Schärfstein
beibehalten: zwischen 100 für eine sehr scharfe aber empfindliche
Schneide und 200 für eine hinreichend scharfe, unempfindlichere
Schneide. Schärfmittel, die mit z.B. Keramikstäben arbeiten, sind
für eine Auffrischung der Schneide ausreichend, für eine wirkliche
Schärfung nehmen sie zuwenig Material ab.
Halten Sie Ihr Messer immer sauber, reinigen Sie es nach Gebrauch
sorgfältig und ölen Sie es leicht mit einem nichtharzenden Öl ein
(z.B. Ballistol). Klappmesser - Verriegelungen spülen Sie sorgfältig
mit sehr heißem Wasser aus, grobe Verschmutzungen und Flusen können
Sie mit Zahnstochern entfernen, ölen Sie beim Klappmesser nach dem
Trocknen die Federn leicht ein. Besonders Fruchtsäuren und Salzwasser
sind sehr aggressiv, spülen Sie Ihr Messer nach Kontakt bitte mit
Süßwasser. Denken Sie daran: auch nach DIN-Norm "rostfreier" Stahl
ist nicht 100% korrosionsbeständig !
Noch ein paar Tips aus der Praxis:
- sichern Sie Ihr Messer gegen Verlust mit einer Messerkette oder
einer Schnur, ausreichend lang, um es nutzen zu können.
- wenn Sie häufig sowohl grobe Arbeiten wie auch feine Arbeiten
mit dem Messer machen wollen: tun Sie es den Samen oder Trappern
nach, und nehmen Sie zwei spezielle Messer mit !
Literatur: Rausch, Wolfgang: Das Messer - Waffe und Werkzeug. Stuttgart:
Motorbuch Verlag 1995
Text: Armin Weber, Sack & Pack Krefeld

Moskitoschutz 
Grundlegendes:
Stechende Insekten sind lästig und können unter Umständen
auch eine Reihe von zum Teil gefährlichen Infektionskrankheiten
übertragen.Am bekanntesten sind:
• Malaria (in beinahe allen (sub)tropischen Reisezielen)
• Gelbfieber (in großen Teilen der afrikanischen Tropen und Südamerika)
• Denguefieber (Lateinamerika, Südostasien, afrikanische Tropen)
Kein Insektenabwehrmittel
bietet einen 100%igen Schutz.
Die wichtigsten Regeln zur Vermeidung von Insektenstichen:
1. Tragen Sie eng gewebte Kleidung in hellen Farben (langärmliges
Hemd, lange Hose,z.B. aus G 1000 oder moskitodichte Microfaser,
Socken, geschlossene Schuhe).
2. Reiben Sie unbedeckte Hautpartien mit einem den Umständen
angepassten Insektenabwehrmittel ein. Die Malariamücke ist nur abends
und nachts aktiv, die Denguemücke vor allem tagsüber. Schützen Sie
sich daher rund um die Uhr!
3. Schlafen Sie unter einem qualitativ hochwertigen Moskitonetz,
das regelmässig auf evtl. Löcher kontrolliert wird. (Immer etwas
Tape zum flicken mitnehmen!)
Bei Reisen in die Tropen bzw. Malaria-Gebiete
geht kein Weg am Tropenarzt vorbei.
Insektenabwehrmittel:
Das Ziel von insektenabwehrenden Mitteln liegt darin, die menschliche
Haut für Insekten unattraktiv zu machen. Dies geschieht durch das
Auftragen eines speziellen Geruchs, der für das Insekt sehr unangenehm
ist, vom Menschen aber kaum wahrgenommen wird (Ätherische Öle, oder
auch "Chemie-Keulen" wie DEET).
Sämtliche Insektenabwehrmittel sollten sparsam, aber flächendeckend
auf den unbedeckten Hautpartien dosiert werden. Es geht nur darum,
den Duft zu verteilen und nicht die Haut einzuölen, wie bei einem
Sonnenschutzmittel.
Die Wirkungskraft und Dauer hängen von der Zusammensetzung und vom
Wirkstoffgehalt des Mittels ab. Bei verschiedenen Personen bietet
ein identisches Mittel nicht unbedingt die gleiche Wirkung, dies
hängt mit dem individuellen Körpergeruch unterschiedlicher Menschen
zusammen.
Wirkstoffe:
Duftstoffe, ätherische Öle:
Natürliche Duftstoffe und ätherische Öle haben den Vorteil,
das sie überwiegend hautverträglich sind und daher am ehesten für
Kinder und Menschen mit empfindlicher Haut geeignet. (Bekannte Hautunverträglichkeiten
gegen ätherische Öle sind dennoch zu beachten.) Keines dieser Mittel
erreicht jedoch eine mit DEET auch nur annähernd vergleichbare Wirksamkeit
und muss daher öfter sowie in höheren Dosierungen aufgetragen werden.
EBAAP (Ethyl – Butyl – Acetylaminoproprionat):
Obwohl dieser Wirkstoff seit langem bekannt ist, ist er leider
schlecht dokumentiert. Unerwünschte Wirkungen sind selten. EBAAP
ist geringer wirksam als DEET oder Bayrepel. EBAAP – haltige Mittel
sind für die Tropen nur bedingt geeignet.
Bayrepel (Hydroxyethyl Isobutyl Piperidin Carboxylat):
Entwicklung der Bayer AG, seit 1998 auf dem Markt. Besitzt ein gutes
toxikologisches Profil. Relevante unerwünschte Wirkungen sind bisher
keine bekannt, dennoch sollte es nicht bei Kindern unter zwei Jahren
angewendet werden. Die Wirksamkeit ist ähnlich der von DEET. Berichte
von Tropenreisenden zeigen, das es sehr zuverlässig wirkt.
DEET (N,N-Diethyl-3-Methylbenzamin):
Seit 1957 im Handel und seitdem der wirksamste bekannte Stoff. Trotz
intensiver Forschungen Weltweit, sowie vergleich mit über 20.000
Substanzen, konnte noch kein wirksamerer Stoff entwickelt oder gefunden
werden. Bei korrekter Anwendung weist DEET ein ausgezeichnetes toxikologisches
Profil auf, dennoch ist es verglichen mit ätherischen Ölen eine
reine "Chemie-Keule" und sollte daher nicht in der Schwangerschaft,
Stillzeit oder bei Kleinkindern angewendet werden. DEET hat darüber
hinaus den Nachteil, das es bestimmte Kunststoffe angreift (z.B.
Kunstfasertextilien, Brillen oder Armbänder von Uhren). DEET wird
daher in der hohen 50%-igen Konzentration nur noch für Reisen in
tropische Gebiete empfohlen, bei denen das Infektionsrisiko durch
Malaria den Einsatz dieses hochwirksamen Mittels auch weiterhin
eindeutig rechtfertigt.
Insektizide (Pyretroide):
Pyretroide sind sehr gut und schnell wirksame Insektizide. Sie eignen
sich nicht für Sprays oder Cremes, sondern finden ihren Einsatz
in Imprägniermitteln für Netze elektrischen Verdampfern oder den
sog. "Moskitospiralen". Ihre Wirkweise ist neurotoxisch als Kontaktinsektizid,
welches jedoch für den Menschen, abgesehen von Reizungen der Haut
und Schleimhäute relativ ungefährlich ist. Allerdings wirken sie
nicht nur bei Insekten sondern auch bei Säugetieren neurotoxisch.
Die inhalative Toxidität von Pyretroiden ist sehr gering, wodurch
sie sich für "Moskitospiralen" und elektrische Verdampfer gut eignen.
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